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Ray Gunn 2 (oder: Highway To Neverland)


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Verfasst am 18.07.2008 20:17:19 Uhr
Ray Gunn 3 - Feld der verbotenen Träume
Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist!

http://raygunn.log.ag/
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Verfasst am 29.06.2008 13:17:30 Uhr
Angekommen!
Als ich langsam an mir hinunterschaute, erblickte ich Arme mit glatter, unversehrter Haut, die mit feinen blonden Härchen übersäht war, die sich leicht im Sommerwind bewegten.
Hände – kleiner, als ich sie je in Erinnerung hatte, ohne Narben und Schwielen.

-Die Hände eines Kindes-

Meine Beine steckten in engen ausgewaschenen Bluejeans und ich trug diese hohen Basketball-Turnschuhe von Puma, die Ende der 70iger „in“ waren.
Vorn, auf dem Schuh entdeckte ich grüne Grasflecke, dass vom Laufen über die Wiesen herrührte.

Als wolle ich es nicht glauben, berührte ich mit meinen Händen, die mir so unglaublich winzig vorkamen, meine Arme, Beine und meinen Kopf.

Ich fühlte weiche, glatte Haut, ohne Unreinheiten und Falten.
Ich spürte wie der Wind über mein volles Haar strich.
Ich stieß einen Schrei der Freude aus und erschrak fast über die Helligkeit meiner Stimme.

-Die Stimme eines Kindes-

Tränen der Freude liefen über meine glatten Wangen und sammelten sich langsam am Kinn, von wo sie auf mein rotes adidas T-Shirt tropften, das ich damals so geliebt hatte.


Ich war wieder ein Kind.
Und ich war zuhause.

Ich blickte mich um.

Ja, hier war der Ort, wo meine Eltern hingezogen waren, nachdem wir damals die Stadt verlassen hatten.
Ein kleines, ruhiges Dörfchen umgeben von großen weiten Feldern und viel Wald.

Hier draußen lernte ich auf Bäume zu klettern, wie man mit Pfeil und Bogen schießt und Lagerfeuer machte.
Am kleinen Bach am Waldrand hockte ich oft mit meinem Bruder Mark zusammen, wo wir stundenlang Kartoffeln an Stöcken über das Feuer hielten und warteten bis sie gar waren.

Hier strich ich Jahre später, abends über die Felder und fotografierte den Sonnenuntergang.

Hier lernte ich in den abgeschiedenen Dünen der Sandgrube das Mopedfahren.

Ich war endlich angekommen.

Ich zuckte ein wenig zusammen, als die Stimme eines Mädchens mich aus meinen Gedanken riss.

Hallo Ray, schön das du endlich da bist!

Etwas erschreckt blickte ich hoch und sah wieder in diese wunderschönen, grün-braunen Augen.
Das Mädchen war etwas kleiner und schien im selben Alter wie ich zu sein.
Sie hatte langes, blondes Haar, das zu zwei Zöpfen geflochten war.
Sie trug ein hellblaues Kleid mit bedruckten Blumen darauf.

Obwohl ich sie so nur von Bildern, aus ihrer Kindheit kannte, erkannte ich gleich, dass es Maria Magdalena war.

Sie lächelte mich an und ihre grün-braunen Augen glänzen im Sonnenlicht.

Ist…ist das ein Traum? fragte ich stockend und wunderte mich wieder über meine helle, kindliche Stimme.

Nein Ray, antwortete Maria…und ihre Stimme klang ebenso hell und klar…all das was du hier siehst ist die Realität.
Die Realität wie du sie dir vorstellst.

Wie ich sie mir vorstelle?
Fragend sah ich in ihr zierliches, hübsches Gesicht.

Ja, Ray …denn manchmal werden Wünsche und Träume wahr.
Aber nur wenn man gaaaanz, gaaaanz fest daran glaubt.
Und du hast ganz fest daran geglaubt.
Hier ist dein Garten Eden…dein Paradies… dein neues Leben.
Und hier sind alle Menschen die du liebst.

Wieder sah ich an mir herunter - sah meine junge, glatte Haut und gerade als ich Maria fragen wollte, warum ich wieder ein Kind war sagte sie:
Ray, erinnerst du dich noch an den Tag, als du mich fragtest, warum wir uns nicht früher getroffen haben?

Ja…flüsterte ich…ich erinnere mich daran.

Nun, sagte sie …und lächelte…dein Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen.
Wir haben unser ganzes Leben noch vor uns.
Gemeinsam.

Maria hielt mir die Hand hin.
Ich nahm sie und als meine Finger sich um ihre schlossen, wusste ich, dass ich sie schon immer geliebt hatte.
Lange bevor ich sie überhaupt im realen Leben getroffen hatte.

Und ich wusste auch, dass ich sie immer lieben würde – bis über den Tod hinaus.

Maria…ist das hier der Tod? flüsterte ich.

Nein Ray…DAS HIER…ist das Leben.
DAS VORHER…war der Tod.

Und nun komm….sagte sie und zog mich vorwärts…Mark wartet unten am Bach auf dich.
Die Kartoffeln dürften gar sein.
Und danach gehen wir in Schröders Laden und kaufen Brausebonbons.
Ich habe noch ne Mark vom letzten Taschengeld übrig.
Aber nicht wieder zu viel auf einmal lutschen, du weißt was dann passiert.

Oh ja…das weiß ich…rief ich und lächelte…aber diesmal werde ich aufpassen.

Und während wir uns langsam durch das hoch gewachsene Weizenfeld kämpften, konnte ich unten in der Senke das kleine Lagerfeuer erkennen, an dem Mark mit zwei Kartoffelstöcken wedelte und freudestrahlend auf uns zugelaufen kam.

Und während wir langsam den Hügel hinuntergingen und der warme Wind durch mein blondes Haar strich, wusste ich endlich was der Sinn des Lebens war.

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ENDE



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Ich weiß nicht was passiert wäre, hätte mich Mark damals nicht aus dieser Spielothek geholt, dabei hatte ich nur versucht mich von der Last des Leben loszuschneiden.
Von einer Last, die schwerer und schwerer wurde... von einem Leben, das längst nicht mehr meines war; was ich vielleicht auch nie hatte.

Manchmal kommt es mir vor, als hätten Mark und ich uns „entfremdet“.

Er ist so weit weg und ich wünschte wir wären wieder Kinder und würden zusammen Kartoffeln über dem Feuer garen und über die Felder laufen.
Ganz frei und ungezwungen.
Aber vieles ist halt nur noch in unseren Träumen möglich.

Gestern Nacht habe ich mich mit Maria über den Tod unterhalten.
Ja, ich habe Angst, dass sie vor mir geht.
Sie lächelte und sagte: Ray, ich werde nicht vor dir sterben – und wenn, dann kann man eh nichts daran ändern, so ist der Lauf der Dinge.
DAS ist das, was man Leben nennt.

-Aber vielleicht ist DAS, was man Leben nennt - erst DAS, was DANACH kommt?-

Ich weiß nicht woher wir kommen und wohin wir gehen!?
Aber ich hoffe, dass dort die Sonne scheint und ich den Geruch von weiten Feldern und grünen Wiesen rieche.
Das ich in grün-braune Augen blicke und weiß, dass ich ANGEKOMMEN bin.

Hiermit endet die Geschichte von Ray Gunn und mancher fragt sich hier wohl was das ganze soll, warum sie geschrieben wurde und wieviel Wahrheit in ihr steckt.

Nun bekanntlich schreibt das Leben die besten Geschichten.
Und manchmal denke ich, dass die Gedankengänge und Traumsequenzen die mit eingeflochten wurden, nicht nur reine Fiktion sind.

Und manchmal... wenn ich ganz fest daran denke, rieche ich den frischen Weizen und die heißen Kartoffeln über dem Lagerfeuer…und ich fühle wie der laue Sommerwind über mein blondes Haar streicht…..

…dann bin ich glücklich!



Diese Geschichte ist eine Liebeserklärung an Maria Magdalena….und das Leben.
Denn nichts ist wertvoller, als die Dinge, die man um ein Haar verloren hätte.

Der Song von „The Cure“ ist meinem Bruder Mark gewidmet, dem ewigen Cure-Fan, der immer auf mich aufgepasst hat, obwohl er um einige Jahre jünger ist. Ich hoffe wir werden noch mal zusammen am Lagerfeuer sitzen und Kartoffeln essen.

Auch gedenke ich meinen alten Freund „Devil“ der in dieser Geschichte kurz erwähnt wurde (Kapitel: Hellfire 27.07..07) und der sich vor ein paar Jahren auf erschreckende Weise das Leben genommen hat.
Wo immer du auch bist – wir werden uns wieder sehen. Da bin ich mir ganz sicher.

Auch der Frau mit den blauen Haarsträhnen (Kapitel: „Im ewigen Eis“ 12.04.08)
bin ich zu tiefsten Dank verpflichtet.
Ich danke dir, dass du mir vor langer, langer Zeit verziehen hast und ich bin froh, dass wir Freunde geworden sind.

Tja, Pax…auch dir danke ich. Obwohl wir es bestimmt nicht leicht miteinander hatten.
Aber wir sind so, wie wir sind… und untrennbar miteinander verbunden.

Speziellen Dank auch an Mr T. für die „Burning Soul“ Tätowierung und allen anderen die diese Geschichte gelesen haben und sich vielleicht hier und dort wiedererkannt haben.

Ja, Maria – diese Geschichte ist für dich und vermutlich die längste und aufrichtigste Liebeserklärung die du jemals bekommen hast. DANKE FÜR ALLES!!!

Vieviel Zeit uns noch bleibt weiß ich nicht – aber zum Schluss werden wir eh zusammen Hand in Hand über die Felder laufen!!!


…wir müssen nur gaaaaaanz fest daran glauben!

Love & Peace - Ray



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Verfasst am 28.06.2008 10:39:04 Uhr
Zwischenstopp
Vom Masterplan, horrenden Benzinpreisen und watscheligen Bananen
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Heute Morgen beim Einkaufen sprang mich der Hohn doch regelrecht an.

Unweit meines beliebten Einkaufszentrums steht eine kleine Tankstelle.
Während ich meinen Kofferraum mit den wenigen Sachen belud(Seltsam, vor ein paar Jahren waren es bedeutend mehr Artikel, die ich aber für die Hälfte des Geldes erstanden hatte) entdeckte ich die Anzeigetafel, auf der mit riesigen Lettern die amtlichen Benzinpreise ausgezeichnet waren.

Jau…der Liter Benzin für satte 1,55€ - was schon schlimm genug war.
Doch der eigentliche Hohn stand in fast ebenso großen Lettern schwarz auf weiß darunter:

„Hier günstig Tanken“

Günstig???

Günstig waren damals die Bausebolchen bei Schöders um die Ecke, für 1 Pfennig das Stück, wo ich mich mal so dran überfressen hab, dass mir am nächsten Morgen noch der weiße Schaum aus dem Rachen sprudelte.

Ja Ja.. Hohn kann unter Umständen manchen Menschen doch noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, doch hinterlässt dies alles einen bitteren Nachgeschmack, (ähnlich der Brausebonbons)
besonders wenn man davon selbst betroffen ist.

Und genau in der Sekunde schoss mir der olle NDW-Hit von Markus durch den Kopf, in dem es hieß:

„Kost das Benzin auch drei Mark zehn,
Scheißegal, es wird schon geh´n.“

Klar "geht’s", womit wir hiermit auch die „drei Mark zehn“ erreicht haben!!!

Was einst düstere (und noch scherzlich gemeinte) Zukunftsprognosen waren, ist HEUTE Realität!!!

Willkommen in der Gegenwart!

Aber was sollen wir dagegen tun?

Auto stehen lassen?
Mit der Bahn fahren?
Laufen?

Genau – ich seh mich schon mit 4 Rücksäcken und Bollerwagen beladen, die Straße langwackeln.
Ihr glaubt gar nicht was und vieviel ich alles (fr)essen kann!!!

Nun ja – Wäre das nicht endlich mal ein Anreiz für ne Diät nach der FDH-Methode?

Es ist doch Sommer und die holde Weiblichkeit steht eh nicht auf „massige“ Menschen.
Egal ob die Masse aus Muskeln oder Fett besteht.

Hey - ich hab grad 8 Kg verloren und seh’ schon fast aus wie’n Hungerhaken.
Heut morgen dacht ich noch: Hey, kommt da ein Hartgemeißeltes 6Pack zum Vorschein???

Aber es waren dann doch nur meine Rippen.

Shit!!!

Aber warum soll ich mich über solche Dinge aufregen?
Es kommt sowieso, wie’s kommen muss!!!

Scheint irgendwie "Der Masterplan" von „dem dort oben“ oder seinem Kollegen“ unter uns“ zu sein.

Irgendwie kommts mir aber vor, dass die zwei Schlaumeier nen Pakt geschlossen haben und nun geneinsam gegen uns in den Krieg gezogen sind.

Tja... es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als deren
„Ach-wie-witzig-ist-das-denn" Spielchen mitzuspielen.

Augen zu und durch - am besten mit einem Lächeln.

Ändern können wir eh nichts.

Die Macht die uns leitet, ist eh größer und mächtiger als wir.
Früher hab ich immer Zeter und Mordio geschrieen, und mich über deren Masterplan maßlos aufgeregt und geärgert.

Hah, es gab Zeiten, da wollt ich sogar gegen diesen meisterlich ausgetüftelten Masterplan ankämpfen, in dem ich das Haus erst gar nicht mehr verließ, damit einige Dinge erst gar nicht mehr passieren konnten.

Ha Ha…Witz komm raus!!!

DIE waren einfach besser und schlauer als ich und zu guter letzt stand ich doch immer wieder an der falschen Supermarktkasse.

Und nämlich immer wieder dann, wenn ich absolut keine Zeit hatte und dachte: Hah, da hab ich aber super aufgepasst und mich genau an der richtigen Kasse angestellt - bei den anderen Kassen standen 2 Leute mehr.

Genau…standen sie auch.

Aber an der Kasse, wo ich mal wieder stehe, steht grundsätzlich ne halbblinde Oma, die ihr Geld nicht mehr erkennt und die Kassiererin erstmal im riesigen, total überfüllten Portemonnaie graben muss um 64,69 zu finden.
Oder ein Herr, der mit Karte bezahlt, wo mal wieder der E-Cash-Dreck nicht funzt.
Und nicht zu vergessen, die gedankelose Hausfrau, die mal wieder vergessen hat, die Bananen zu wiegen!

Was will die überhaupt mit den watscheligen, überreifen Dingern??? – es gibt so herrliche Vibratoren (auch in Bananenform).

Aber mit diesem Thema will ich mich hier erst gar nicht befassen, da tun sich nämlich wahre Abgründe auf!

Nun, das wird schon alles seine Gründe haben, wenn man mal wieder an der falschen Kasse steht und es 10 min länger dauert.

Vielleicht wäre ja was Schreckliches passiert, wenn ich den Laden 10 min früher verlassen hätte???

Vielleicht wäre ich beim nachhausefahren mit nem Sattelschlepper kollidiert und hätte den Rest meines Lebens im Rollstuhl verbracht?

Nee Leute, heute grinse ich mir einen, wenn die Hausfrau vor mir das Kilo Bananen ungewogen aufs Band legt und mich verschämt angrinst, wenn die Verkäuferin mit quäkender, lautstarker Stimme fragt: „Nicht gewogen“?

Der Masterplan hat uns alle fest im Griff – kämpfen wir nicht dagegen an.
Man ärgert sich nur und bekommt diese nervigen Zornesfalten zwischen den Augenbrauen.

Und ich glaube, die können wir alle nicht brauchen.

Kauft lieber Bananen und lasst es euch gut gehen.

Love & Peace – euer Ray

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Verfasst am 28.06.2008 07:49:38 Uhr
Staub
Mein Körper schwebte zu Staub pulverisiert durch die dunklen Weiten des Alls.

Vielleicht wird er irgendwann in der Atmosphäre eines weit entfernten Planeten verglühen oder ewig als graue Staubpartikel durchs All fliegen.

Meine Seele jedoch hatte die Reise mit Lichtgeschwindigkeit überlebt und war endlich Heim gekommen.
Die Grün-braunen Augen, die ich vor mir erblickte, waren von so betörender Schönheit, dass mir der Atem stillstand und in meinem Hirn ein Funke des Widererkennens aufflammte.

Mein Herz schlug mir nicht nur Aufgrund dieses Widererkennens bis zu Halse, nein - auch wegen der Erkenntnis, dass ich körperliche Reaktionen zeigte.

-Ich sah und fühlte. Also war ich nicht körperlos-

Ich wandte kurz meinen Blick von den betörenden Augen ab, die mich liebevoll ansahen und schaute an mir herunter.

Was ich dort sah, ließ mein Herz für eine Sekunde lang aussetzen und meine Knie weich werden.

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Verfasst am 26.06.2008 23:07:31 Uhr
Wide Opened Eyes....
Dass der Übergang in die andere Welt so extrem werden würde, hätte ich nicht gedacht.

Ich wurde plötzlich mit so einer ungeheuren Kraft nach vorn geschleudert, das sämtliche Knochen in meinem Körper zerbrachen, wie dünne Streichhölzer.

Das laute Knacken der Knochen, das Reißen von Sehnen und Muskeln hinterließ bei mir einen merkwürdigen Eindruck, weil dies ohne jegliches Gefühl von Schmerz von Statten ging.

Als mein Genick brach und mein Kopf zur Seite geworfen wurde, konnte ich sehen wie sich durch die ungeheure Fliehkraft das Fleisch meines rechten Armes komplett ablöste und samt dem Shirt ins All geschleudert wurde, wo ich mich offensichtlich befand.

Die funkelnden Sterne vor mir, wurden zu bizarren leuchtenden Linien die wie spitze weiße Pfeile mit wahnsinniger Geschwindigkeit an mir vorbeischossen.

Mein rechter Arm hatte sich komplett aus der Schulterpfanne gelöst und war in den Weiten des Alls verschwunden.

Und kurz bevor sich der Rest meines Körpers in seine Bestandteile auflöste, konnte ich IHN direkt vor mir sehen.

ER leuchtete Orange-Rot vor mir auf und kam rasendschnell näher.
Das musste ER sein.

MEIN STERN.

Und bevor ich darüber nachdenken konnte, ob ich in seiner Atmosphäre verglühen, oder auf der Oberfläche zerschellen würde, zerplatze mein Gehirn in Tausend kleine Staubpartikel und verteilte meine Gedanken im All.

Schwärze.

Ruhe.

Frieden.

Die Schwärze vor mir verformte sich zu einer schwarzen glänzenden Kugel.
Ringsherum schien eine grünliche Aura zu leuchten.
Das Grün schien leicht zu pulsieren und veränderte sich hier und da in einen warmen Braunton.

Nach einiger Zeit begriff ich, dass ich in ein paar wunderschöne Augen blickte.

Augen die ich kannte.

Augen die ich liebte.

“Wide opened eyes reflect like a looking glass
Our memories remain as an image of the past
And from far away a rising siren wails
But in spite of warning, we just walk the trail”

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